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Regiobus MV

Qualitätsstufe 1

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Qualitätsstufe 2

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FAQ (Query)

  • Bilanz: 1.000 Tage Mobilitätsoffensive

    Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit

    Dr. Blank: „Die Mobilitätsoffensive des Landes wirkt. Das ist ein deutliches Plus an Lebensqualität in M-V“

    Schwerin, 27.01.2026. Im Rahmen einer Pressekonferenz hat Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank heute eine „sehr positive Zwischenbilanz“ der vor rund 1.000 Tagen gestarteten Mobilitätsoffensive des Landes gezogen. „Wir haben das Angebot auf Schiene und Straße massiv ausgebaut. Heute fahren deutlich mehr Züge in kürzeren Abständen durchs Land. Seit 2023 haben wir außerdem 16 neue Regiobuslinien eingeführt und dank der neuen Rufbusse gibt es heute auch in den kleinsten Dörfern eine echte Alternative zum Auto.“ Seniorinnen und Senioren und Auszubildende aus Mecklenburg-Vorpommern profitieren zudem von der Rabattierung des Deutschlandtickets. Das Land übernimmt 20,00 Euro des Ticketpreises.

    Von 2023 bis 2025 hat das Land rund 120 Millionen Euro in die verbesserte Mobilität der Bürgerinnen und Bürger investiert. Für 2026 sind Investitionen von rund 60 Millionen Euro für die verschiedenen Maßnahmen der Mobilitätsoffensive geplant.

    Die Mobilitätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern wurde der Öffentlichkeit am 5. April 2023 – vor 1.028 Tagen – vorgestellt.

    Die 1.000-Tage-Bilanz (Auszug):

    Einführung eines reduzierten Deutschlandtickets für Auszubildende und Seniorinnen und Senioren aus MV

    -Die Zahl der vom Land bei den Eisenbahnunternehmen bestellten Leistungskilometer wurde auf 19,3 Mio. km erhöht. Das sind rund 1,6 Millionen km oder 9% mehr als 2022, vor Beginn der Mobilitätsoffensive.

    -Einführung neuer Linien, zum Beispiel RE 30 (Stralsund – Angermünde), RE 50 (Rostock –Neustrelitz)

    -Verdichtung der Takte, zum Beispiel RB 12 Bad-Doberan – Rostock – Graal-Müritz

    -Verbesserung der Schieneninfrastruktur, zum Beispiel Zweigleisigkeit im Abzweig Hagenow Land,

    -Errichtung neuer Verkehrsstationen in Schwerin Industriepark, Rövershagen Karls Erlebnisdorf und Malchow-Krebssee

    -Einführung von 16 neuen Regiobuslinien in fünf Landkreisen

    -Einführung eines flächendeckenden Rufbussystems in vier Landkreisen. Auch das Rufbus-Angebot in den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald wird weiter erweitert und erreicht derzeit eine Flächenabdeckung von rund 80 bzw. 65 Prozent.

    Minister Dr. Blank: Offensive geht 2026 weiter

    Dr. Wolfgang Blank: „Die Mobilitätsoffensive wirkt und zeigt klare Erfolge. Die neue Mobilität für unsere Bürgerinnen und Bürger ist ein deutliches Plus an Lebensqualität in Mecklenburg-Vorpommern. Diese Mobilitätsoffensive ist eine Kraftanstrengung, die sich absolut auszahlt.“

    Auch im laufenden Jahr 2026 werde das Mobilitätsangebot für die Bürgerinnen und Bürger weiter ausgebaut, so Minister Dr. Blank. So gebe es beispielsweise bereits seit Mitte Dezember 2025 erstmals eine stündliche Nahverkehrsverbindung zwischen Stralsund, Pasewalk und Angermünde (weiter nach Berlin).

    Kritik an der Deutschen Bahn für ICE-Streichung

    Für nicht vertretbar hält der Minister die Ankündigung der Deutschen Bahn, nach Abschluss der Generalsanierung Hamburg-Berlin eine frühe ICE-Verbindung vom wirtschaftlichen Zentrum Rostock über die Landeshauptstadt Schwerin nach Hamburg aus wirtschaftlichen Gründen zu streichen.
    Dr. Blank: „Das ist eine Entscheidung, die ich seit langem und mit Nachdruck kritisiere und die wir nicht klaglos hinnehmen. Wir stehen dazu seit Frühjahr 2025 im Austausch mit der Deutschen Bahn und fordern eindringlich die Rücknahme dieser Entscheidung. Wir lassen nicht locker und werden weiter Druck machen.“

  • Bürgerveranstaltung der DB InfraGO in Schwerin zur Sperrung Hamburg-Berlin

    Die DB InfraGo lädt alle interessierten Bürger und Bürgerinnen zu einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 27. März 2025 in die IHK (Ludwig-Bölkow-Haus) nach Schwerin ein.
    Für eine leistungsfähige Infrastruktur und pünktlichere Züge wird die DB InfraGo die Bahnstrecke Hamburg–Berlin vom 1. August 2025 bis 30. April 2026 sanieren. Während dieser Zeit wird die Strecke für den Zugverkehr gesperrt und ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die DB InfraGo möchte Ihnen gerne das Bauprojekt und die Verkehrskonzepte vorstellen. Dabei haben Sie auch die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit dem Projektteam ins Gespräch zu kommen. Besuchen Sie dazu die Informationsveranstaltung:

    Wann: Donnerstag, 27. März 2025, 18–20 Uhr

    Wo: IHK (Industrie- und Handelskammer) zu Schwerin,  Ludwig-Bölkow-Haus in der Graf-Schack-Allee 12, 19053 Schwerin

    Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

  • Bürgerveranstaltungen der DB InfraGO zur neunmonatigen Sperrung Hamburg-Berlin

    Die DB InfraGo plant vier digitale Informationstermine für Bürger und Bürgerinnen gemeinsam mit den jeweiligen Aufgabenträgern der betroffenen Bundesländer (VMV, hvv, NAH.SH, VBB, NASA, LNVG, RVB) zur neunmonatigen Sperrung zwischen Hamburg und Berlin aufgrund einer Generalsanierung.

    Die vier digitalen Veranstaltungen finden jeweils von 18 bis 20 Uhr statt:

    Montag, 17.02.2025: Region Mecklenburg-Vorpommern

    Montag, 10.02.2025: Region Berlin/Brandenburg

    Dienstag, 11.02.2025: Region Niedersachsen/Sachsen-Anhalt

    Donnerstag, 13.02.2025: Region Hamburg/Schleswig-Holstein

    Weitere Informationen und zum Live-Stream am Tag der Veranstaltungen gelangen Sie hier.

  • DB Regio erhält Zuschlag im Vergabeverfahren Teilnetz WANDA

    DB Regio erhält Zuschlag im Vergabeverfahren Teilnetz WANDA

    Schwerin. Am Freitag, den 29. November 2024, hat die DB Regio Nordost den Zuschlag für einen befristeten zweijährigen Übergangsvertrag im Teilnetz Warnow des Landes Mecklenburg-Vorpommern unter dem Kürzel „WANDA“ („Warnow Dieselauslauf“) erhalten.

    Carsten Werfel, Abteilungsleiter Verkehrsplanung und Vergabe, VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern: „Mit dem neuen Übergangsvertrag wird eine lückenlose Fortführung des bestehenden Verkehrsangebots gewährleistet. Die Fahrten auf der Linie RB11 von Wismar über Rostock nach Tessin und RB12 von Rostock Hauptbahnhof und Bad Doberan nach Graal-Müritz, einschließlich der Verstärkerleistung zwischen Rostock Hauptbahnhof und Bad Doberan, werden ab den Fahrplanwechsel im Dezember 2024 wie gewohnt fortgeführt. Die ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 erweiterte Linienführung der RB 25 zwischen Barth und Stralsund im Stundentakt verbessert im Rahmen unserer Mobilitätsoffensive MV zudem die Erreichbarkeit der ländlichen und touristischen Räume im Landkreis Vorpommern-Rügen aus Richtung Stralsund.“

    Die gewohnten Dieselzüge werden dabei bis zur Einführung batterieelektrischer Fahrzeuge im Teilnetz Warnow (Verkehrsvertrag „WARNOW II“) im Dezember 2026 weiterbetrieben. Der Verkehrsvertrag WANDA umfasst jährlich 1,4 bis 1,8 Mio. Zugkilometer und tritt mit dem Fahrplanwechsel am 15.12.2024 in Kraft. Das Teilnetz Warnow umfasst die Region um die Warnow, insbesondere Rostock und sein Umland. Der Übergangsvertrag WANDA erfüllt damit eine wichtige Rolle, damit die DB Regio AG, im Rahmen des Verkehrsvertrags WARNOW II, ab Dezember 2026 mit der zweiten Betriebsstufe für das dann neue „Hybridnetz“ mit allen Leistungen und neuen batterieelektrischen Fahrzeugen durchstarten kann.

    Die erste Betriebsstufe des Verkehrsvertrags WARNOW II geht bereits mit dem Fahrplanwechsel am 15.12.24 in den Start und beinhaltet die Leistungen im S-Bahn-Netz Rostock sowie Linien in die Regionen, wie die RE50 Rostock – Güstrow – Neustrelitz.

    Einige Fakten und Neuerungen zum Verkehrsvertrag WANDA

    1. 2 Jahre Laufzeit
    2. Betriebsaufnahme im Dezember 2025 – Laufzeit bis Dezember 2026

    Folgende Strecken werden bedient:

    • RB11 Wismar – Rostock – Tessin (Stundentakt)
    • RB12 Rostock Hbf – Graal-Müritz (Stundentakt) à Abschnitt Rostock – Bad Doberan (Halbstundentakt zu den Hauptverkehrszeiten)
    • Ab 2026: RB25 Stralsund –Velgast – Barth (Stundentakt)

    In Velgast ist weiterhin sichergestellt, dass auch die Umsteigeanschlüsse zwischen Barth und Ribnitz-Damgarten sowie Rostock beibehalten werden können.

    Im Fahrplanjahr 2026 wird die Linie RB25 für ein Jahr in den Verkehrsvertrag WANDA integriert und mit neuer Linienführung stündlich Stralsund – Velgast – Barth angeboten, die in den Folgejahren dann im Verkehrsvertrag WARNOW II fortgeführt wird.

    Verhandlungen mit dem Bestandsbetreiber DB Regio AG durch das Land

    Carsten Moll, Vorsitzender von DB Regio Nordost: „Über den Zuschlag für das Netz WANDA freuen wir uns sehr. Die bewährten Dieselfahrzeuge bilden für zwei Jahre quasi den Brückenschlag bis zum Start des neuen Netzes Warnow II. Dort fahren dann erstmalig in Mecklenburg-Vorpommern die nachhaltigen und leisen batterieelektrischen Fahrzeuge für unsere Fahrgäste.“

    Daniel Bischof, Geschäftsführer VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern sagte: „Damit die mehr als zwanzig Jahre im Einsatz stehenden modernisierten Dieseltriebwagen VT642 (RB11 und RB12) und VT640 (RB25) zuverlässig ihren Dienst versehen, wird der Fahrzeugpark um drei Reservefahrzeuge erweitert, sodass insgesamt bis zu 17 Fahrzeuge für WANDA zur Verfügung stehen.“ Und fügt hinzu: „Damit ist die klare Erwartung des Landes verbunden, wieder mehr Kontinuität und Verlässlichkeit auf das Gleis zu bringen.“

    Hintergrund:

    Das Kürzel „WANDA“ steht für „Warnow Dieselauslauf“. Dahinter verbirgt sich die Notwendigkeit, bis zur Verfügbarkeit batterieelektrischer Neufahrzeuge im neuen Verkehrsvertrag für das Teilnetz Warnow die bestehenden Verkehre mit Dieselfahrzeugen aus den zwischenzeitlich endenden Verkehrsverträgen WARNOW I (12/2024) und Barthlinie II (12/2025) geordnet übergehen zu lassen. Der langfristige Zielvertrag („WARNOW II“) für das Teilnetz Warnow, der auf WANDA folgt, war nach europaweiter Ausschreibung bereits im Februar 2022 an die DB Regio AG vergeben worden.

  • Deutsche Bahn startet Generalsanierung der Metropolen-Verbindung zwischen Hamburg und Berlin
    Eine Pressemitteilung der Deutschen Bahn AG 
    Bauteams bündeln alle Arbeiten an Strecke und Bahnhöfen Fern- undGüterzüge fahren auf Umleitungsstrecken α Umfassendes Ersatzangebot für Reisende im Regionalverkehr mit Bussen auf 28 Linien.

    (Berlin, 1. August 2025) Die Deutsche Bahn (DB) beginnt mit der umfassenden Erneuerung und Modernisierung der Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Ulrich Lange, gaben heute Vormittag in Ludwigslust auf einer von rund 130 Baustellenflächen das offizielle Startsignal. In den Abendstunden schaltet das Bauteam die Oberleitungen auf der Strecke ab und die neunmonatige Bauphase beginnt. Züge des Fern- und Güterverkehrs fahren bis 30. April kommenden Jahres auf Umleitungsstrecken. Als Ersatz für Zugverbindungen im Nahverkehr, die während der Bauphase nicht
    angeboten werden können, kommen mehr als 170 Busse zum Einsatz.

    Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO: „Neue Gleise und Weichen, moderne Signal- und Stellwerkstechnik sowie attraktivere Bahnhöfe: Wir machen Deutschlands wichtigste Städte-Direktverbindung zum Stabilitätsanker für einen zuverlässigen Eisenbahnverkehr. Nach der erfolgreichen Generalsanierung der Riedbahn folgt nun die Strecke Hamburg–Berlin. Mit dem Konzept der gebündelten Erneuerung und Modernisierung leisten wir in der Infrastruktur einen wichtigen Beitrag zum Sanierungsprogramm S3, das die Bahn Schritt für Schritt zurück auf Kurs bringen wird. Uns ist bewusst, dass wir Fahrgästen und Unternehmen viel Geduld abverlangen. Aber ich bin überzeugt davon, dass sich dieser Kraftakt für alle auszahlt.“

    Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für
    Verkehr: „Nach dem Pilotprojekt Riedbahn wird die Sanierung der Strecke Hamburg-Berlin zum Gradmesser für das Korridorsanierungskonzept. Bei aller Notwendigkeit der Sanierung des Netzes dürfen wir nie vergessen, für wen wir das Ganze machen: Die Vollsperrung verlangt den Pendlerinnen und Pendlern und auch den Güterverkehrskunden viel ab. Die Erwartungen an einen funktionierenden Ersatz- bzw. Umleitungsverkehr und anschließend weitestgehende Baufreiheit sind daher zu Recht hoch. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir das enorme Baupensum der kommenden Jahre nur erfolgreich abarbeiten und die Schiene insgesamt verbessern können, wenn die Sanierungen nicht zu Lasten des Flächennetzes gehen und wir die Menschen in den betroffenen Regionen nicht im Regen stehen lassen. Wir werden daher in enger Abstimmung mit der Branche und den betroffenen Regionen das Konzept nochmal einmal anpassen, um den Mobilitätsbedürfnissen von Wirtschaft und Bevölkerung auch während der Bauphasen gerecht zu werden.“

    Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des
    Landes Berlin: „Die Bahnstrecke Berlin–Hamburg ist eine der bedeutendsten Strecken Deutschlands, sowohl im Fernverkehr als auch als wichtige Pendlerachse im Stadt-Umland. Gemeinsam mit dem VBB und dem Land Brandenburg haben wir intensiv an der Ausgestaltung des Ersatzverkehrskonzepts in der Hauptstadtregion gearbeitet. So kann bspw. durch die Anbindung der Ersatzbusse an die Lehrter Bahn auf zusätzliche Busse auf den ohnehin stark ausgelasteten Straßen in Berlin verzichtet werden, wodurch Fahrzeitersparnisse erzielt werden sollen. Mit der
    neunmonatigen Totalsperrung der 278 km langen Strecke kommen natürlich trotzdem einschneidende Einschränkungen auf die Fahrgäste zu. Umso mehr erwarte ich, dass nach der Generalsanierung ein deutlich stabilerer Betrieb mit weniger
    Verspätungen Realität wird.“

    Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes
    Brandenburg: „Die Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin ist ein bundesweit bedeutendes Infrastrukturprojekt. Als Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung in Brandenburg begrüßen wir das Ziel, die Betriebsqualität und Zuverlässigkeit dieser zentralen Bahnverbindung zu erhöhen. Die intensive Planung und die enge Abstimmung mit allen beteiligten Ländern und Akteuren waren im Vorfeld ein wichtiger Schritt, um die Auswirkungen des Vorhabens möglichst gering zu halten. Vor diesem Hintergrund bin ich besonders dankbar, dass es uns vor wenigen Tagen gemeinsam gelungen ist, mit einer zusätzlichen Buslinie die Verbindung des Wittenberger Raumes via Stendal mit Berlin herzustellen und die Folgen für Berufspendlerinnen und -pendler etwas abzufedern. Es gilt nun, den
    Betrieb des Schienenersatzverkehrs in der Region insgesamt aufmerksam zu beobachten und nachzujustieren, wo es erforderlich sein sollte.“

    Ines Jesse, Staatssekretärin im Landesministerium für Wirtschaft, Infrastruktur,
    Tourismus und Arbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern: „Die Generalsanierung ist eine Maßnahme des Bundes zur Modernisierung der Schieneninfrastruktur. Die Investition in die Infrastruktur ist notwendig – die Auswirkungen der Baumaßnahmen auf die Menschen und unsere Wirtschaft müssen dabei aber immer im Fokus bleiben. Für die Generalsanierung braucht es also verlässliche Konzepte, bestmögliche Koordination und einen Zeitplan, der
    eingehalten wird: Die Einschränkungen für Pendlerinnen und Pendler und alle anderen Reisenden müssen so gering wie möglich bleiben. Dafür setzt sich Mecklenburg-Vorpommern ein – und dabei muss der Bund seiner Verantwortung
    gerecht werden.“

    Susanne Henckel, Staatssekretärin für Verkehr und Arbeit im Ministerium für
    Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-
    Holstein: „Die Sanierung des Korridors Hamburg–Berlin ist ein zentraler Schritt, um die Qualität und Zuverlässigkeit im Bahnverkehr zu verbessern und die Schiene zukunftsfähig zu machen – im Sinne unserer Fahrgäste, unserer Wirtschaft und unserer Klimaziele. Für den Erfolg des Vorhabens ist es aus unserer Sicht daher entscheidend, dass alle geplanten Verbesserungen nun konsequent umgesetzt werden und der Ersatzverkehr gleichzeitig zuverlässig organisiert und kommuniziert wird.“

    Martin Bill, Staatsrat der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende in
    Hamburg: „Die Bahnverbindung Hamburg–Berlin ist eine echte Erfolgsgeschichte! Es ist heute kaum denkbar, dass es früher Linienflüge zwischen beiden Städten gab. Die Generalsanierung ist ein notwendiger Kraftakt für ein leistungsfähiges und zukunftssicheres Bahnnetz. Dabei haben wir das Konzept des Schienenersatzverkehrs bewusst neu gedacht – mit schnellen Anschlüssen an U- und S-Bahn, und zwar nicht nur am Hauptbahnhof, sondern schon an der Landesgrenze, zum Beispiel in Wandsbek und nahe Glinde. So holen wir für die Reisenden das mögliche Maximum raus.“

    Umfangreiches Baupensum an Infrastruktur und Bahnhöfen
    Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist 278 Kilometer lang, das entspricht etwa dem Vierfachen der Riedbahn zwischen Frankfurt/Main und Mannheim, die die DB im vergangenen Jahr als ersten Korridor gebündelt erneuert
    und modernisiert hatte. Mit täglich rund 470 Zügen des Regional-, Fern- und Güterverkehrs gilt die Strecke Hamburg–Berlin als hochbelastet. Während der neunmonatigen Bauarbeiten erneuert das gemeinwohlorientierte
    Infrastrukturunternehmen der Deutschen Bahn, die DB InfraGO, insgesamt mehr als 165 Kilometer Gleise und fast 250 Weichen. Außerdem wird die sogenannte feste Fahrbahn in den Abschnitten zwischen Wittenberge und Dergenthin sowie zwischen Breddin und Glöwen durch einen Schotteroberbau ersetzt. Sechs neue sogenannte
    Überleitstellen schaffen künftig mehr Stabilität und Flexibilität im Betrieb, da künftig schnellere Züge des Personenverkehrs langsamere Güterzüge überholen können. Zudem erneuert die DB die Leit- und Sicherungstechnik, errichtet sechs neue, moderne Stellwerke und modernisiert 19 weitere. Damit werden Stellwerke und Achszähltechnik für den künftigen Einsatz des europäischen Zugbeeinflussungssystems ETCS vorbereitet. Im Bereich Wohltorf/Aumühle werden darüber hinaus knapp fünf Kilometer Lärmschutzwände saniert und in enger Abstimmung mit den betroffenen Kommunen neugestaltet. Für Pendler:innen werden 28 Bahnhöfe entlang der Strecke modernisiert und
    attraktiver gestaltet. Geplant sind – je nach Station – unter anderem Bahnsteigverlängerungen, Bahnsteigerhöhungen für einen stufenlosen Einstieg in den Zug, längere Bahnsteigdächer und Wegeleitsysteme für Menschen mit
    Sehbeeinträchtigungen. 20 der 28 Bahnhöfe sollen dabei ganzheitlich zu Zukunftsbahnhöfen entwickelt werden – durch neu gestaltete Personenunterführungen, durchgängige Gestaltungskonzepte sowie mehr Sitz- und  Wartemöglichkeiten und bessere Parkmöglichkeiten für Fahrräder. Darüber hinaus nutzt die DB InfraGO die Bauphase, um Funkmasten für den
    künftigen Bahnfunk FRMCS (Future Rail Mobile Communication System) aufzubauen. Die Masten sollen gleichzeitig den öffentlichen Mobilfunknetzbetreibern zugänglich gemacht werden, um langfristig Mobilfunk mit
    Gigabit-Datenraten im Zug anbieten zu können. Zunächst starten die Arbeiten an Gleisen, Weichen und Überleitverbindungen, parallel und anschließend erfolgen die Modernisierungsarbeiten an den Bahnhöfen.
    Danach nimmt die DB InfraGO den Austausch und die Erneuerung der Signal- und
    Stellwerkstechnik vor, um die Anlagen im kommenden Frühjahr nach sorgfältigen Abnahmeprüfungen zum 30. April 2026 wieder in Betrieb zu nehmen.

    Umleitungen im Fern- und Regionalverkehr sowie umfangreiches Busangebot 

    Fernzüge fahren während der Bauarbeiten weiterhin zwischen Hamburg und Berlin.
    Die Verbindung bleibt hinsichtlich Zugdichte, Fahrzeit und Preis attraktiv. Mit bis zu 65 täglichen ICE-Fahrten – davon 36 direkt – bietet die DB Fernverkehr zwischen  den beiden größten Städten Deutschlands durchgehend ein verlässliches Angebot: stündlich mit umsteigefreien Direktverbindungen, meist als lange ICE 4-Züge für bis
    zu 830 Reisende.
    Wie bei vorherigen Baumaßnahmen, fahren die Direktzüge über Uelzen und Stendal.
    Die Fahrzeit zwischen Hamburg und Berlin verlängert sich um ca. 45 Minuten. Die Fernzüge halten auch in Salzwedel und Stendal und meist stündlich wechselnd zusätzlich in Lüneburg bzw. Uelzen. Zwischen Wittenberge bzw. Ludwigslust und
    Hamburg verkehren zum Start der Generalsanierung direkte Ersatzbusse (IC-Busse). Als Ersatz für Zugverbindungen im Nahverkehr, die wegen der Bauarbeiten nicht angeboten werden können, werden in Spitzenzeiten entlang der gesamten Strecke Hamburg–Berlin über 170 Busse zum Einsatz kommen. Diese verkehren auf
    insgesamt 28 Linien und legen täglich bis zu 86.000 Kilometer zurück. Die Nahverkehrslinien wurden gemeinsam mit den zuständigen Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen umgeplant, um beispielsweise weiterhin direkte Fahrten
    zwischen Schwerin und Berlin (RE 85) oder Züge mit höherer Sitzplatzkapazität anbieten zu können, wie zwischen Lübeck und Bad Kleinen (RE 2).
    Güterzüge zwischen Hamburg und Berlin werden zum Teil ebenfalls über Uelzen und Stendal umgeleitet. Weiterhin sind jedoch auch Umleitungen über Rotenburg (Wümme) und Verden (Aller) vorgesehen. Diese werden im weiteren Fahrtverlauf über Hannover und Magdeburg in Richtung Berlin geleitet. Güterzüge aus Richtung
    Rostock können über Neustrelitz in Richtung Berlin geführt werden. Die Erreichbarkeit der deutschen Seehäfen für Güterverkehre auf der Schiene ist somit auch während der Bauarbeiten gewährleistet. Für die betroffenen Unternehmen mit Gleisanschluss wurden individuelle Lösungen erarbeitet. Die Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin ist ein zentraler Baustein des Sanierungsprogramms S3, mit dem die Deutsche Bahn in den nächsten drei Jahren
    die Sanierung der Infrastruktur, des Betriebs und der Wirtschaftlichkeit vorantreibt, um die Qualität der Eisenbahn in Deutschland substanziell zu verbessern. Mit der Riedbahn, der Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim, hat die Deutsche Bahn die erste Generalsanierung im Dezember 2024 erfolgreich abgeschlossen. Seitdem haben sich die infrastrukturbedingten Störungen dort um mehr als 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Pünktlichkeit im Regional- und Fernverkehr verbesserte sich spürbar.

    Copyright: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

  • Deutschlandticket: Neuer Preis für Azubis und Senioren

    Presemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit

    Auch im kommenden Jahr unterstützt das Land Auszubildende und Rentnerinnen und Rentner in Mecklenburg-Vorpommern mit vergünstigten Deutschland-Tickets. „Wir halten trotz der komplizierten Haushaltslage an der Unterstützung von 20 Euro pro Ticket fest. Die reduzierten Tickets sind ein Erfolgsmodell und das muss es auch bleiben.“ Das hat Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit im Anschluss an die heutige Kabinettssitzung gesagt. Der Preis der rabattierten Tickets für Auszubildende und Senioren steigt damit von derzeit 29 Euro zum 01. Januar 2025 auf 38 Euro.

    Reinhard Meyer: „38 Euro, das ist ein Kompromiss zwischen den Zwängen aus einer schwierigen Haushaltslage und dem dringenden Wunsch, die reduzierten Tickets auch weiterhin zu einem attraktiven Preis anbieten zu können und unsere Azubis und Senioren konkret zu unterstützen. Eine Mehrbelastung von 9 Euro pro Monat geht für viele an die Schmerzgrenze, ist aber in der Gesamtbewertung und mit Blick auf die gestiegenen Kosten im Öffentlichen Nahverkehr ein vertretbarer Schritt. Die Unterstützung durch das Land von 20 Euro pro Ticket bleibt – das ist auch ein Zeichen der Verlässlichkeit.“

    Vor diesem Hintergrund betonte der Minister erneut den politischen Willen, den Preis für das Deutschland-Ticket stabil zu halten. „Mit Blick auf unsere Mobilitätsoffensive für Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere für den ländlichen Raum, brauchen wir zwei Dinge: Ein verbessertes Angebot und verlässliche Preise.“

    Daniel Bischof, Geschäftsführer der VMV Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH ergänzt: „Mit 38 Euro pro Monat bleiben die Deutschlandtickets für Senioren und Seniorinnen und Auszubildende aus Mecklenburg-Vorpommern preislich sehr attraktiv. Mit der Gültigkeit im Rufbus MV und Regiobus MV sowie im gesamten Nahverkehr deutschlandweit bleiben die Ticketangebote ein wichtiger Bestandteil der Mobilitätoffensive des Landes.“

    Vorangegangen war eine Entscheidung der Verkehrsministerkonferenz der Länder am 23. September, wonach der Preis des Deutschlandtickets mit dem Jahreswechsel von derzeit 49 auf 58 Euro angehoben wird. Mecklenburg-Vorpommern hatte dieser Entscheidung als einem von zwei Ländern nicht zugestimmt.

    Die rabattierten Deutschlandtickets wurden zuletzt monatlich von insgesamt rund 50.000 Auszubildenden und Rentnerinnen und Rentnern in Mecklenburg-Vorpommern genutzt.

  • Die Zukunft fährt elektrisch: Land fördert Antriebswende auf der Schiene

    Offizieller Start für die nächste Ausbaustufe im Verkehrsvertrag Westmecklenburg II – Land fördert zentrale Infrastrukturmaßnahme in Parchim

    Parchim, 14. Juli 2025 – Im Rahmen einer feierlichen Sonderfahrt von Schwerin nach Parchim haben heute das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, die VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, die ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH und die ODIG – Ostdeutsche Instandhaltungsgesellschaft mbh* den offiziellen Startschuss für die bevorstehende Betriebsaufnahme im Verkehrsvertrag „Westmecklenburg II“ (WMB II) gegeben.

    Investition in moderne Mobilität und Infrastruktur

    Einen besonderen Höhepunkt bildete die feierliche Übergabe des Zuwendungsbescheids in Höhe von 11.111.767,90 Euro durch Staatssekretärin Ines Jesse (Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit M-V) und Daniel Bischof (Geschäftsführer der VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH) an die Geschäftsführung der ODEG und ODIG*. Die Mittel sind für die umfassende Erweiterung der ODIG-Instandhaltungswerkstatt in Parchim bestimmt – ein entscheidender Schritt zur Sicherstellung des künftigen Einsatzes der neuen batterieelektrischen Triebzüge vom Typ Stadler FLIRT Akku (engl.: Battery Electric Multiple Unit, kurz: BEMU).

    *ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der ODEG

    Staatssekretärin Ines Jesse: „Mit der Förderung einer modernen Instandhaltungswerkstatt setzen wir einen wichtigen Impuls für die leistungsfähige und zukunftsfeste Mobilität in Mecklenburg-Vorpommern. Ab Dezember 2027 ist der schrittweise Einsatz emissionsfreier batterieelektrischer Züge vorgesehen. Damit diese Fahrzeuge zuverlässig gewartet werden können, investieren wir schon heute in den Ausbau des Standorts in Parchim sowie in zusätzliche Gleisanlagen und Abstellflächen. Mit der modernen und erweiterten Werkstatt werden zukunftsfeste Arbeitsplätze in der Region erhalten und geschaffen.“

    Daniel Bischof, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern: „Wir setzen mit der Förderung unsere Strategie zur Antriebswende konsequent fort- für eine hohe Qualität im SPNV und künftig auch Stundentakten am Wochenende auf den Linien RB13 und RB14. Die Menschen in der Region profitieren künftig von modernen Fahrzeugen und einem attraktiven Mobilitätsangebot – dafür stellen wir heute die Weichen.“

    Die Instandhaltungswerkstatt der ODIG in Parchim – Gründungsstandort der ODEG im Jahr 2002 – wird für die Anforderungen der neuen elektrobetriebenen Fahrzeugflotte umfassend ausgebaut. Geplant sind unter anderem der Neubau einer Werkstatthalle mit multifunktionalem Instandhaltungsgleis, der Anbau zusätzlicher Lagerflächen, eine neue Waschhalle für längere Triebfahrzeuge, eine WC-Ver- und Entsorgungsanlage sowie einer modernen Ladeinfrastruktur zur gleichzeitigen Schnellladung mehrerer Akkutriebzüge.

    Das Planungs- und Genehmigungsverfahren für den Bauprozess ist bereits in vollem Gange. Bis erste Bagger rollen können, braucht es allerdings noch Geduld, da noch Prüfungen, Genehmigungen und Abstimmungen erforderlich sind – ein Prozess, der Sorgfalt und Zeit verlangt. Der Ausbau stärkt nicht nur die Infrastruktur für den zukünftigen Betrieb, sondern schafft und sichert langfristig qualifizierte Arbeitsplätze in der Region.

    Lars Gehrke, Geschäftsführer der ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn: „Parchim ist unser Gründungsort und bleibt unser Zukunftsort. Mit dem Werkstattausbau und dem Einstieg in die batterieelektrische Zugflotte mit adäquater Instandhaltung stärken wir nicht nur den Standort, sondern gestalten aktiv die Verkehrswende mit. Dass wir diesen Weg jetzt so konsequent gehen können, verdanken wir dem klaren verkehrspolitischen Kurs des Landes und der verlässlichen Partnerschaft mit der VMV – die erneut ihr Vertrauen für 15 Jahre in uns setzen.“

    Johanna Nöthling, Geschäftsführerin der ODIG – Ostdeutsche Instandhaltungsgesellschaft mbH: „Die Werkstatterweiterung in Parchim ist ein großer Meilenstein. Hier entsteht eine zukunftsfähige Infrastruktur, die den reibungslosen Betrieb der neuen Fahrzeugflotte gewährleistet und eine effiziente Instandhaltung sicherstellt.“

     Im Dezember 2024 erhielt die ODEG den Zuschlag für den neuen Verkehrsvertrag Westmecklenburg II, der bis Dezember 2040 läuft. Der Betrieb startet im Dezember 2025 zunächst mit zwölf modernisierten Dieseltriebwagen vom Typ RegioShuttle, die technisch und optisch aufgewertet wurden und bis zur Inbetriebnahme der neuen Flotte das Rückgrat des Betriebs in Westmecklenburg bilden.

    Ab Dezember 2027 werden diese schrittweise durch vierzehn batterieelektrische Triebzüge vom Typ Stadler FLIRT Akku ersetzt. Diese Fahrzeuge ermöglichen einen lokal emissionsfreien Betrieb auf nicht elektrifizierten Strecken, indem sie unter Oberleitung elektrisch fahren und dabei ihre Batterien laden – auf nicht elektrifizierten Abschnitten erfolgt der Betrieb batteriebasiert. Sie bieten 98 Sitzplätze, großzügige Mehrzweckbereiche, WLAN und ein barrierefreies Fahrgastkonzept.

    Die Beschaffung der Fahrzeuge wird im Rahmen der Förderrichtlinie zur Förderung alternativer Antriebe im Schienenverkehr vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert. Die Mittel stammen aus dem Deutschen Aufbau- und Resilienzplan (DARP) und werden über die europäische Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Die Umsetzung erfolgt durch die NOW GmbH in Zusammenarbeit mit dem Projektträger Jülich (PtJ).

    Die heutige Sonderfahrt mit einem leihweise bereitgestellten Stadler FLIRT Akku-Zug bot den Gästen exklusive Einblicke in die neue Fahrzeuggeneration. In der ODIG-Werkstatt in Parchim wurden die geplanten Bauprojekte präsentiert – darunter auch ein frisch lackierter RegioShuttle.

    Die Veranstaltung markierte damit nicht nur den Startschuss für den künftigen BEMU-Betrieb, sondern auch ein starkes Bekenntnis zu klimafreundlicher Mobilität in Mecklenburg-Vorpommern.

    Fakten zum neuen Verkehrsvertrag und den Fahrzeugen

    • Laufzeit: 15 Jahre (Dezember 2025 bis Dezember 2040)
    • Linien: RB13 Rehna – Schwerin – Parchim, RB14 Parchim – Hagenow Stadt (Option bis Zarrentin), RB15 Waren (Müritz) – Inselstadt Malchow und RB19 Parchim – Plau am See, jährlicher Saisonverkehr auf der mecklenburgischen Südbahn von Malchow bzw. Parchim nach Plau am See
    • Fahrzeuge ab Dezember 2025: 12 modernisierte Dieseltriebzüge vom Typ Regioshuttle
    • Umstellung der Zugflotte ab Dezember 2027: 14 neue batterieelektrische Züge vom Typ Stadler FLIRT Akku
    • Technische Details: Höchstgeschwindigkeit 140 km/h, Batteriebetrieb und Oberleitungsmodus, Außendesign in Landesfarben
    • Investitionen in Parchim: 11 Millionen Euro für die Werkstattumstellung auf BEMU, zusätzliche Investitionen in Gleisanlagen und Ladeinfrastruktur
    • Werkstattausbau: Neubau einer Werkstatthalle (60,5 m x 13 m) mit Grube, Dacharbeitsstand und Batterieladeraum, zwei Schnell-Ladestationen, sechs Ladeplätze in der Abstellung, Erweiterung der Waschanlage und Verwaltungstrakte

    Weitere Informationen zum Verkehrsvertrag Westmecklenburg II sowie zum Einsatz der neuen Batteriezüge finden Sie auf unserer Projektseite unter: odeg.de/westmecklenburg

     Hintergrundinformationen zur ODEG

    Mit Gründung der ODEG im Jahr 2002 beginnt eine der erfolgreichsten Geschichten der deutschen Eisenbahn. Als Tochterunternehmen der BeNEX und der Prignitzer Eisenbahn GmbH entwickelt sich die ODEG bis heute zur größten privaten Eisenbahn im Osten Deutschlands. Die Regionalbahn betreibt im Auftrag der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt insgesamt 17 Linien. Dabei nutzt die ODEG gegen Entgelt die Infrastruktur der DB InfraGO AG. Zur Fahrzeugflotte, bestehend aus 86 Triebzügen, gehören aktuell 29 Desiro HC, 16 KISS, 7 Desiro ML, 6 Desiro Classic, 8 LINT 54, 14 RegioShuttle RS1 und 6 Stadler GTW. Die Instandhaltung der Fahrzeuge erfolgt über die 100-prozentige Tochter, die ODIG – Ostdeutsche Instandhaltungsgesellschaft mbH. Mehr Informationen über das Unternehmen unter odeg.de

  • Eine ganz besondere Rallye in MV
    Eine gemeinsame Pressemiteilung der Landesverkehrswacht e.V. und des Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit

    Schwerin, 11. November 2025 Der Startschuss zur „MV-Rallye mit Bike & Bahn“ ist heute gefallen. Wer im Digitalen Innovationszentrum eine ganz normale Rallye erhofft hatte mit rasanten Fahrten gegen die Zeit auf der Suche nach dem schnellsten Fahrzeug, wurde enttäuscht. Wer ein außergewöhnliches Programm zur Sicherheit von Jugendlichen erwartet hatte für Fahrten mit dem Fahrrad, der Fähre, der Bahn, dem E-Scooter, dem Fernbus, dem Linienbus und dem Pedelec, wurde zufriedengestellt.

    Die Auftaktveranstaltung in Schwerin gestalteten Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, Ann Christin von Allwörden, Präsidentin der Landesverkehrswacht sowie Partner des Projektes, mit deren Unterstützung das Programm finanziert wurde.

    Die „MV-Rallye mit Bike & Bahn“ ist ein E-Learning-Programm für Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen. Bei einer virtuellen Tour reisen sie zusammen mit Tilla und Don, Studierende an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock, von Sassnitz nach Zarrentin quer durch unser schönes Bundesland, die Ostsee “immer im Blick“. Bei mehreren eingestreuten Tests können die Kinder und Jugendlichen ihr frisch erworbenes Wissen zu regionalen Besonderheiten, zu unterschiedlichen Mobilitätsformen und zu Sicherheitsfragen unter Beweis stellen.

    Das schulische Lernprogramm kann ohne große Vorbereitung im Unterricht eingesetzt werden, ideal bei Vertretungsstunden sowie beim Distanzunterricht bzw. als Hausaufgabe.

    „Mit der MV-Rallye fördern wir die Mobilitätsbildung junger Menschen und zeigen, wie moderne Verkehrserziehung heute aussieht – digital, praxisnah und mit Spaß am Lernen“, sagte Staatssekretärin Ines Jesse. „Mit Erreichen des Teenageralters nutzen Jugendliche – je nach regionalem Angebot – verschiedene Verkehrsmittel wie Fahrrad, Bus, Bahn oder E-Scooter. Das Programm stärkt das Bewusstsein für sichere, nachhaltige und vernetzte Mobilität und leistet einen wichtigen Beitrag zur Mobilität in Mecklenburg-Vorpommern. Dazu passt auch unsere Mobilitätsoffensive mit mehr Angeboten mit der Bahn, den Regiobussen und Rufbussen.“

    Ann Christin von Allwörden griff den Gedanken auf. „Bei der Nutzung dieser unterschiedlichen Mobilitätsformen muss es immer auch darum gehen, dass die Jugendlichen sicher ihr Ziel erreichen. Was ist wichtig bei Fahrten mit dem Pedelec, der Fähre, dem E-Scooter und beim Warten auf Bus und Bahn?“ All das und noch viel mehr, führte sie weiter aus, werde in dem zeitgemäßen, digitalen Programm der Landesverkehrswacht interessant und spannend in Szene gesetzt, verbunden mit einem kleinen Wettbewerb innerhalb der Klasse. Denn Schülerinnen und Schüler können bei richtiger Beantwortung aller Fragen insgesamt 46 Punkte erwirtschaften.

    Bildungsministerin Simone Oldenburg sagt: „Sicherheit im Straßenverkehr beginnt mit fundiertem Wissen und bewusstem Handeln. Das neue E-Learning-Angebot ist für Schülerinnen und Schüler entwickelt worden und passt sich flexibel ihrem Schulalltag an. Die MV-Rallye ist niedrigschwellig dank praxisnaher Inhalte, gibt Orientierung und informiert über Risiken. Wenn junge Menschen sicher unterwegs sind, fördern wir nicht nur ihre Selbständigkeit, sondern auch ein Bewusstsein für nachhaltige Mobilität.“

    In Mecklenburg-Vorpommern sind im Jahr 2024 insgesamt 247 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 15 Jahren im Straßenverkehr verunglückt und wurden dabei verletzt, 35 von ihnen schwer. Bei der Mitfahrt im Pkw verunglückten 80, auf Krafträdern drei, mit Fahrrädern 103 und zu Fuß 35 Kinder und Jugendliche. Die Gefahren auf dem Rad werden von dieser Altersgruppe oft unterschätzt. Männliche 10- bis 15-Jährige (71) verunglücken mit dem Rad deutlich häufiger als weibliche (32). Die Erhöhung der Risikokompetenz der Schülerinnen und Schüler für Fahrten mit dem Rad sollte deshalb ein Schwerpunkt der schulischen Unfallprävention sein, außerdem Informationen zur relativ sicheren und umweltverträglichen Mobilität mit Bus und Bahn.

    „Sehr gern hat die Provinzial Nord Brandkasse die ‚MV-Rallye mit Bike & Bahn‘ finanziell unterstützt“, informierte Matthias Naumann, Bevollmächtigter Politik und Öffentlichkeitsarbeit des öffentlichen Versicherers. „Das Digitalangebot für Schulen ist neben unserem Engagement in der vorschulischen Verkehrserziehung und der schulischen Radfahrausbildung ein weiterer Baustein für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und mehr Verkehrsprävention in Mecklenburg-Vorpommern.“

    Das E-Learning-Programm für zwei zusammenhängende Unterrichtsstunden kann von Lehrkräften im Lernmana­gementsystem „it`s learning“ unter der Aufgabensammlung edupool abgerufen werden. Begleitet wird es von einem Informationsvideo für Pädagoginnen und Pädagogen. Auch auf der Website der Landesverkehrswacht kann das Unter­richtsprogramm aufgerufen und bearbeitet werden, https://www.verkehrswacht-mv.de/angebote/schule/mv-rallye-mit-bike-und-bahn.

  • Erweiterung der Regiobuslinie 320 bis nach Greifswald, pünktlich zum Schulstart kommt längste Linie des Landes

    Seit dem 08.09.2025 verkehrt die verlängerte landkreisübergreifende Regiobuslinie 320 bis nach Greifswald. Die Linie der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR), die bisher auf der Strecke Sanitz – Marlow – Bad Sülze – Tribsees unterwegs war, führt nun durchgehend von Sanitz über Grimmen bis nach Greifswald.

    Die damit längste Regiobuslinie des Landes ist ein weiterer Baustein der Mobilitätsoffensive, die im Jahr 2023 startete und zur Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs dient. Die Linie 320 fährt auf einer Strecke von 85 Kilometern durch drei Landkreise und wird vom Land in diesem Jahr mit einer Gesamtsumme über 655.000 Euro gefördert.

    Die Linie wurde 2024 auf der Strecke Sanitz – Marlow – Tribsees als eine der ersten landkreisübergreifenden Regiobuslinien der Mobilitätsoffensive in Betrieb genommen. Bisher gab es auf der Relation Sanitz – Greifswald nur ein geringes und teils gebrochenes Angebot. Mit der jetzt erweiterten Regiobuslinie 320 wird ein neues ganzjähriges, tägliches und umsteigefreies Angebot im 2-Stundentakt zwischen 5 – 22 Uhr in der Woche und zwischen 8 – 20 Uhr am Wochenende geschaffen.

    Die Regiobuslinie 320 bindet vor allem in Sanitz, Grimmen und Greifswald jeweils an den weiteren Regionalverkehr auf der Straße und der Schiene an und dient der Vernetzung der Landkreise Rostock, Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald. In Sanitz besteht mit der RB11 ein direkter Anschluss von und nach Rostock. In Greifswald kann zu den Regional- und Fernverkehrszügen Richtung Stralsund oder Berlin umgestiegen werden.

    Derzeit gibt es zehn Regiobuslinien in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Die nächsten drei Regiobuslinien sind bereits geplant. Sie sollen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im Oktober wie folgt starten:

    • Regiobuslinie 500 der MVVG Neubrandenburg – Friedland
    • Regiobuslinie 619 der MVVG Neustrelitz – Feldberg
    • Regiobuslinie 403 der MVVG Malchin – Waren

    Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 sollen zudem noch weitere Regiobuslinien im Landkreis Ludwigslust-Parchim folgen.

    Den Fahrplan für die Regiobuslinie 320 finden Sie hier.

  • Fahrgastzahlen steigen erneut an

    Schwerin, 04.12.2024 Die VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (VMV), Mukran Port und die Hanseatische Eisenbahn GmbH (HANS) ziehen eine positive Bilanz des Angebots auf der Bahnstrecke RE27 zwischen Bergen auf Rügen und dem Fährhafen Sassnitz. Die Fahrgastzahlen der Zugverbindung sind im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von rund 43 Prozent erneut gestiegen. Auch die neuen Donnerstagsabfahrten wurden gut angenommen. Neben Gästen aus allen deutschen Bundesländern wurde das Angebot auch von internationalen Reisenden, insbesondere aus Skandinavien, rege genutzt.

    Der Geschäftsführer Daniel Bischof, der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH zeigt sich zufrieden mit der Resonanz auf das Zusatzangebot: „Diese positive Entwicklung ist ein klares Signal, dass Reisende verstärkt auf klimafreundliche Alternativen setzen. Die Zuganbindung der HANS direkt in den Fährhafen Mukran in den Sommermonaten ist ein kleiner, aber dennoch wichtiger Bestandteil unserer Mobilitätsoffensive des Landes und gestaltet den ÖPNV in Mecklenburg-Vorpommern, sowohl für die Bevölkerung als auch für Urlauber noch attraktiver und nachhaltiger.“

    Mit dieser Entwicklung bestätigt sich der Bedarf an einer verstärkten Anbindung von touristischen Zielen über klimafreundliche Verkehrsmittel. „Die gestiegenen Fahrgastzahlen belegen eindrucksvoll, dass Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr nicht nur dem Klima zugutekommen, sondern auch die lokale und regionale Wirtschaft durch den Zuwachs an Touristen und Besuchern stärken“, erklärt Fridjof Ostenberg, Geschäftsführer des Mukran Ports. „Für die Hafenregion und die gesamte Insel Rügen ist der wachsende Bahnverkehr eine wertvolle Ergänzung, um nachhaltiges Reisen voranzutreiben.“

    Die Hanseatische Eisenbahn GmbH, das von der VMV beauftragte Verkehrsunternehmen, sieht ebenfalls einen wichtigen Schritt in der Sommerverkehrsinitiative. „Die stetig steigende Fahrgastzahl zeigt, dass das Bewusstsein für klimafreundliche Mobilität wächst. Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit unseren Partnern eine nachhaltige Verkehrslösung für die Region Rügen anbieten zu können“, so René Haber-Henning, Geschäftsführer der HANS.

    Die erfolgreiche Partnerschaft zwischen Mukran Port, dem Land, der VMV und HANS sowie die steigende Nachfrage aus dem In- und Ausland zeigen die Bedeutung eines weiterwachsenden und innovativen ÖPNV-Netzes. So wird auch in Zukunft angestrebt, die Bahnverbindungen im Land durch gezielte Maßnahmen weiter auszubauen und nachhaltige Reiseketten zu fördern.

    Über den Mukran Port

     Der Mukran Port auf Rügen bietet auf einer Gesamtfläche von knapp 430 Hektar mit Fähr-, Eisenbahn-, Multipurpose- und Offshore-Terminals sowie umfangreichen Produktions- und Lagerflächen alles, was einen modernen Multifunktionshafen ausmacht. Der Mukran Port bietet ideale Bedingungen für die Offshore-Windindustrie: Im Umkreis von maximal 30 Seemeilen befinden sich schon heute mehrere Offshore-Windparks, die in den nächsten Jahren noch erweitert werden. Aktuell werden bereits vier Offshore-Windparks vom Mukran Port aus betrieben und gewartet.

    Über die VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (VMV) 

    Die landeseigene Verkehrsgesellschaft wirkt daran mit, die verkehrspolitischen Ziele der Landesregierung umzusetzen. Sie stellt die Verkehrsleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) sicher. Sie wurde 1995 gegründet, nachdem die Bahnreform die staatlichen Zuständigkeiten für den SPNV neu geregelt hatte. Mit dem Regionalisierungsgesetz wurde die Verantwortlichkeit an die einzelnen Bundesländer übertragen. Nach dem ÖPNV-Gesetz Mecklenburg-Vorpommern sind die Kommunen für den öffentlichen Personennahverkehr auf der Straße, also für Bus und Straßenbahn, verantwortlich. Wegen seiner überregionalen Bedeutung bleibt der öffentliche Verkehr auf der Schiene in der Verwaltung des Landes.

    Über die Hanseatische Eisenbahn GmbH

    Die HANSeatische Eisenbahn GmbH (HANS) betreibt Regionalbahnlinien in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Als regionales Unternehmen setzt die HANS auf nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum, stärkt den Personenverkehr und engagiert sich für den Erhalt regionaler Bahnstrecken. Mit Kundencentern und Fahrkartenschaltern ermöglicht die HANS den direkten Kundenkontakt vor Ort und arbeitet eng mit Aufgabenträgern und Kommunen an zukunftsorientierten Verkehrskonzepten.

     

     

     

     

Akkordeon

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Text auf Bild Variante 1

Strecke

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TEXT AUF BILD VARIANTE 2

Infobox

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