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FAQ (Query)

  • Baumaßnahmen auf Rostocker S-Bahn Linien

    Die Rostocker S-Bahn wird von der DB InfraGO im Frühjahr ein weiteres Mal gesperrt. Aufmerksamen Fahrgästen ist vielleicht aufgefallen, dass 2024 im Bereich der Station Bramow Weichen und Gleise erneuert und neue Signale aufgestellt wurden. In Betrieb genommen wurden die neuen Signale während der letzten Vollsperrung im vergangenen Jahr durch die DB InfraGO allerdings nicht. Die Inbetriebnahme der Signale soll nun in einer weiteren zwei Wochen währenden Vollsperrung nachgeholt werden.

    Im Zeitraum vom 07. März 2025, 04:00 Uhr bis zum 21. März 2025, 01:00 kann die Stammstrecke der S-Bahn zwischen Rostock Hbf und Warnemünde daher nicht von Zügen befahren werden. Für die S-Bahn wird Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

    Die VMV bedauert die durch die DB InfraGO verursachte erneute Vollsperrung der Rostocker S-Bahn und die dadurch entstehenden Erschwernisse für Bürger und Gäste der Hansestadt Rostock.

    Ausblick:

    Weitere gravierende Einschränkungen für die Rostocker S-Bahn stehen von Frühjahr bis Herbst dieses Jahres ins Haus. Im Zeitraum vom 29. April 2025 bis zum 29. Oktober 2025 kann wiederum aufgrund von Bauarbeiten der DB InfraGO auf der Stammstrecke der S-Bahn zwischen Rostock Hbf und Warnemünde nur ein Halbstundentakt angeboten werden. Es ist vorgesehen, die S-Bahn weit überwiegend in Doppeltraktion zu fahren, so dass je Zug die doppelte Platzkapazität zur Verfügung steht. Die durchgehenden Verbindungen der Linien S2 und S3 zwischen Güstrow über Schwaan (S2) bzw. Laage (S3) und Warnemünde können nicht angeboten werden. Im Rostocker Hauptbahnhof wird während des genannten Zeitraumes generell Umsteigen erforderlich sein. Für den Zeitraum der HanseSail sollen die Bauarbeiten unterbrochen werden, so dass der gewohnte dichte Takt der S-Bahn angeboten werden kann.

  • Bequem und klimafreundlich nach Dänemark: Zug-Fähre-Kombination startet in die Saison 2026

    In der Sommersaison 2026 wird die erfolgreiche Zuganbindung an den Fährhafen Mukran auf Rügen fortgesetzt. Vom 13. Mai bis zum 17. Oktober 2026 ermöglicht erneut ein erweitertes Fahrplanangebot eine direkte Verbindung zur Fähre nach Bornholm. Das Land Mecklenburg-Vorpommern sichert durch die VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH gemeinsam mit der Hanseatischen Eisenbahn GmbH (HANS) und dem Mukran Port den saisonalen Verkehr nach Dänemark.

    Die Direktverbindung vom Fährhafen Sassnitz auf Rügen zur Fähre nach Bornholm bietet auch 2026 eine klimafreundliche und staufreie Alternative zur Anreise mit dem Auto. Sie richtet sich insbesondere an Urlaubsreisende sowie an Reisende für kürzere Aufenthalte und wird im Zeitraum vom 13. Mai bis zum 17. Oktober 2026 im erweiterten saisonalen Fahrplan angeboten. Die Züge verkehren dabei wie im Vorjahr montags sowie zusätzlich donnerstags, samstags und sonntags und sind gezielt auf die Abfahrtszeiten der Fähre abgestimmt, sodass eine gut vernetzte Reisekette entsteht.

    Weitere Informationen zum Saisonverkehr und den Fahrplan finden Sie hier.

    Alle Fahrplandaten finden Sie in der kostenfreuen App  „MV FÄHRT GUT“ für Android and iOS.

  • Bilanz: 1.000 Tage Mobilitätsoffensive

    Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit

    Dr. Blank: „Die Mobilitätsoffensive des Landes wirkt. Das ist ein deutliches Plus an Lebensqualität in M-V“

    Schwerin, 27.01.2026. Im Rahmen einer Pressekonferenz hat Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank heute eine „sehr positive Zwischenbilanz“ der vor rund 1.000 Tagen gestarteten Mobilitätsoffensive des Landes gezogen. „Wir haben das Angebot auf Schiene und Straße massiv ausgebaut. Heute fahren deutlich mehr Züge in kürzeren Abständen durchs Land. Seit 2023 haben wir außerdem 16 neue Regiobuslinien eingeführt und dank der neuen Rufbusse gibt es heute auch in den kleinsten Dörfern eine echte Alternative zum Auto.“ Seniorinnen und Senioren und Auszubildende aus Mecklenburg-Vorpommern profitieren zudem von der Rabattierung des Deutschlandtickets. Das Land übernimmt 20,00 Euro des Ticketpreises.

    Von 2023 bis 2025 hat das Land rund 120 Millionen Euro in die verbesserte Mobilität der Bürgerinnen und Bürger investiert. Für 2026 sind Investitionen von rund 60 Millionen Euro für die verschiedenen Maßnahmen der Mobilitätsoffensive geplant.

    Die Mobilitätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern wurde der Öffentlichkeit am 5. April 2023 – vor 1.028 Tagen – vorgestellt.

    Die 1.000-Tage-Bilanz (Auszug):

    Einführung eines reduzierten Deutschlandtickets für Auszubildende und Seniorinnen und Senioren aus MV

    -Die Zahl der vom Land bei den Eisenbahnunternehmen bestellten Leistungskilometer wurde auf 19,3 Mio. km erhöht. Das sind rund 1,6 Millionen km oder 9% mehr als 2022, vor Beginn der Mobilitätsoffensive.

    -Einführung neuer Linien, zum Beispiel RE 30 (Stralsund – Angermünde), RE 50 (Rostock –Neustrelitz)

    -Verdichtung der Takte, zum Beispiel RB 12 Bad-Doberan – Rostock – Graal-Müritz

    -Verbesserung der Schieneninfrastruktur, zum Beispiel Zweigleisigkeit im Abzweig Hagenow Land,

    -Errichtung neuer Verkehrsstationen in Schwerin Industriepark, Rövershagen Karls Erlebnisdorf und Malchow-Krebssee

    -Einführung von 16 neuen Regiobuslinien in fünf Landkreisen

    -Einführung eines flächendeckenden Rufbussystems in vier Landkreisen. Auch das Rufbus-Angebot in den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald wird weiter erweitert und erreicht derzeit eine Flächenabdeckung von rund 80 bzw. 65 Prozent.

    Minister Dr. Blank: Offensive geht 2026 weiter

    Dr. Wolfgang Blank: „Die Mobilitätsoffensive wirkt und zeigt klare Erfolge. Die neue Mobilität für unsere Bürgerinnen und Bürger ist ein deutliches Plus an Lebensqualität in Mecklenburg-Vorpommern. Diese Mobilitätsoffensive ist eine Kraftanstrengung, die sich absolut auszahlt.“

    Auch im laufenden Jahr 2026 werde das Mobilitätsangebot für die Bürgerinnen und Bürger weiter ausgebaut, so Minister Dr. Blank. So gebe es beispielsweise bereits seit Mitte Dezember 2025 erstmals eine stündliche Nahverkehrsverbindung zwischen Stralsund, Pasewalk und Angermünde (weiter nach Berlin).

    Kritik an der Deutschen Bahn für ICE-Streichung

    Für nicht vertretbar hält der Minister die Ankündigung der Deutschen Bahn, nach Abschluss der Generalsanierung Hamburg-Berlin eine frühe ICE-Verbindung vom wirtschaftlichen Zentrum Rostock über die Landeshauptstadt Schwerin nach Hamburg aus wirtschaftlichen Gründen zu streichen.
    Dr. Blank: „Das ist eine Entscheidung, die ich seit langem und mit Nachdruck kritisiere und die wir nicht klaglos hinnehmen. Wir stehen dazu seit Frühjahr 2025 im Austausch mit der Deutschen Bahn und fordern eindringlich die Rücknahme dieser Entscheidung. Wir lassen nicht locker und werden weiter Druck machen.“

  • Bürgerveranstaltung der DB InfraGO in Schwerin zur Sperrung Hamburg-Berlin

    Die DB InfraGo lädt alle interessierten Bürger und Bürgerinnen zu einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 27. März 2025 in die IHK (Ludwig-Bölkow-Haus) nach Schwerin ein.
    Für eine leistungsfähige Infrastruktur und pünktlichere Züge wird die DB InfraGo die Bahnstrecke Hamburg–Berlin vom 1. August 2025 bis 30. April 2026 sanieren. Während dieser Zeit wird die Strecke für den Zugverkehr gesperrt und ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die DB InfraGo möchte Ihnen gerne das Bauprojekt und die Verkehrskonzepte vorstellen. Dabei haben Sie auch die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit dem Projektteam ins Gespräch zu kommen. Besuchen Sie dazu die Informationsveranstaltung:

    Wann: Donnerstag, 27. März 2025, 18–20 Uhr

    Wo: IHK (Industrie- und Handelskammer) zu Schwerin,  Ludwig-Bölkow-Haus in der Graf-Schack-Allee 12, 19053 Schwerin

    Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

  • Bürgerveranstaltungen der DB InfraGO zur neunmonatigen Sperrung Hamburg-Berlin

    Die DB InfraGo plant vier digitale Informationstermine für Bürger und Bürgerinnen gemeinsam mit den jeweiligen Aufgabenträgern der betroffenen Bundesländer (VMV, hvv, NAH.SH, VBB, NASA, LNVG, RVB) zur neunmonatigen Sperrung zwischen Hamburg und Berlin aufgrund einer Generalsanierung.

    Die vier digitalen Veranstaltungen finden jeweils von 18 bis 20 Uhr statt:

    Montag, 17.02.2025: Region Mecklenburg-Vorpommern

    Montag, 10.02.2025: Region Berlin/Brandenburg

    Dienstag, 11.02.2025: Region Niedersachsen/Sachsen-Anhalt

    Donnerstag, 13.02.2025: Region Hamburg/Schleswig-Holstein

    Weitere Informationen und zum Live-Stream am Tag der Veranstaltungen gelangen Sie here.

  • DB Regio erhält Zuschlag im Vergabeverfahren Teilnetz WANDA

    DB Regio erhält Zuschlag im Vergabeverfahren Teilnetz WANDA

    Schwerin. Am Freitag, den 29. November 2024, hat die DB Regio Nordost den Zuschlag für einen befristeten zweijährigen Übergangsvertrag im Teilnetz Warnow des Landes Mecklenburg-Vorpommern unter dem Kürzel „WANDA“ („Warnow Dieselauslauf“) erhalten.

    Carsten Werfel, Abteilungsleiter Verkehrsplanung und Vergabe, VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern: „Mit dem neuen Übergangsvertrag wird eine lückenlose Fortführung des bestehenden Verkehrsangebots gewährleistet. Die Fahrten auf der Linie RB11 von Wismar über Rostock nach Tessin und RB12 von Rostock Hauptbahnhof und Bad Doberan nach Graal-Müritz, einschließlich der Verstärkerleistung zwischen Rostock Hauptbahnhof und Bad Doberan, werden ab den Fahrplanwechsel im Dezember 2024 wie gewohnt fortgeführt. Die ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 erweiterte Linienführung der RB 25 zwischen Barth und Stralsund im Stundentakt verbessert im Rahmen unserer Mobilitätsoffensive MV zudem die Erreichbarkeit der ländlichen und touristischen Räume im Landkreis Vorpommern-Rügen aus Richtung Stralsund.“

    Die gewohnten Dieselzüge werden dabei bis zur Einführung batterieelektrischer Fahrzeuge im Teilnetz Warnow (Verkehrsvertrag „WARNOW II“) im Dezember 2026 weiterbetrieben. Der Verkehrsvertrag WANDA umfasst jährlich 1,4 bis 1,8 Mio. Zugkilometer und tritt mit dem Fahrplanwechsel am 15.12.2024 in Kraft. Das Teilnetz Warnow umfasst die Region um die Warnow, insbesondere Rostock und sein Umland. Der Übergangsvertrag WANDA erfüllt damit eine wichtige Rolle, damit die DB Regio AG, im Rahmen des Verkehrsvertrags WARNOW II, ab Dezember 2026 mit der zweiten Betriebsstufe für das dann neue „Hybridnetz“ mit allen Leistungen und neuen batterieelektrischen Fahrzeugen durchstarten kann.

    Die erste Betriebsstufe des Verkehrsvertrags WARNOW II geht bereits mit dem Fahrplanwechsel am 15.12.24 in den Start und beinhaltet die Leistungen im S-Bahn-Netz Rostock sowie Linien in die Regionen, wie die RE50 Rostock – Güstrow – Neustrelitz.

    Einige Fakten und Neuerungen zum Verkehrsvertrag WANDA

    1. 2 Jahre Laufzeit
    2. Betriebsaufnahme im Dezember 2025 – Laufzeit bis Dezember 2026

    Folgende Strecken werden bedient:

    • RB11 Wismar – Rostock – Tessin (Stundentakt)
    • RB12 Rostock Hbf – Graal-Müritz (Stundentakt) à Abschnitt Rostock – Bad Doberan (Halbstundentakt zu den Hauptverkehrszeiten)
    • Ab 2026: RB25 Stralsund –Velgast – Barth (Stundentakt)

    In Velgast ist weiterhin sichergestellt, dass auch die Umsteigeanschlüsse zwischen Barth und Ribnitz-Damgarten sowie Rostock beibehalten werden können.

    Im Fahrplanjahr 2026 wird die Linie RB25 für ein Jahr in den Verkehrsvertrag WANDA integriert und mit neuer Linienführung stündlich Stralsund – Velgast – Barth angeboten, die in den Folgejahren dann im Verkehrsvertrag WARNOW II fortgeführt wird.

    Verhandlungen mit dem Bestandsbetreiber DB Regio AG durch das Land

    Carsten Moll, Vorsitzender von DB Regio Nordost: „Über den Zuschlag für das Netz WANDA freuen wir uns sehr. Die bewährten Dieselfahrzeuge bilden für zwei Jahre quasi den Brückenschlag bis zum Start des neuen Netzes Warnow II. Dort fahren dann erstmalig in Mecklenburg-Vorpommern die nachhaltigen und leisen batterieelektrischen Fahrzeuge für unsere Fahrgäste.“

    Daniel Bischof, Geschäftsführer VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern sagte: „Damit die mehr als zwanzig Jahre im Einsatz stehenden modernisierten Dieseltriebwagen VT642 (RB11 und RB12) und VT640 (RB25) zuverlässig ihren Dienst versehen, wird der Fahrzeugpark um drei Reservefahrzeuge erweitert, sodass insgesamt bis zu 17 Fahrzeuge für WANDA zur Verfügung stehen.“ Und fügt hinzu: „Damit ist die klare Erwartung des Landes verbunden, wieder mehr Kontinuität und Verlässlichkeit auf das Gleis zu bringen.“

    Hintergrund:

    Das Kürzel „WANDA“ steht für „Warnow Dieselauslauf“. Dahinter verbirgt sich die Notwendigkeit, bis zur Verfügbarkeit batterieelektrischer Neufahrzeuge im neuen Verkehrsvertrag für das Teilnetz Warnow die bestehenden Verkehre mit Dieselfahrzeugen aus den zwischenzeitlich endenden Verkehrsverträgen WARNOW I (12/2024) und Barthlinie II (12/2025) geordnet übergehen zu lassen. Der langfristige Zielvertrag („WARNOW II“) für das Teilnetz Warnow, der auf WANDA folgt, war nach europaweiter Ausschreibung bereits im Februar 2022 an die DB Regio AG vergeben worden.

  • DB Regio Nordost präsentiert bei Stadler das erste Mal das Neufahrzeug KISS für den Verkehrsvertrag Nord-Süd2
    Pressemitteilung der DB Regio Nordost, Bildquelle: DB Regio AG
    Neufahrzeuge kommen verspätet, Ersatzkonzept sichert Angebotsverbesserung ab

    Berlin, 09. Juli 2026  DB Regio hat im Stadler-Inbetriebnahmezentrum in Hennigsdorf erstmals die neuen Doppelstock-Regionalzüge vom Typ KISS für das Netz Nord-Süd 2 präsentiert. Der neue Verkehrsvertrag, der ab dem 12. Dezember 2026 greift, sorgt für ein spürbares Plus an Komfort und Kapazität für die Reisenden im Nordosten Deutschlands.

    Im Dezember 2026 geht DB Regio Nordost mit dem Netz Nord-Süd 2 an den Start

    Mit dem Start des Netzes Nord-Süd 2 im Dezember 2026 wird das Regionalverkehrsangebot auf den Linien RE3, RE4 und RE5 spürbar ausgebaut. Fahrgäste in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt können sich auf häufigere Verbindungen, moderne Züge und ein insgesamt attraktiveres Angebot freuen.

    Die RE3 (Stralsund – Berlin – Lutherstadt Wittenberg), die RE4 (Stendal – Rathenow – Berlin – Falkenberg [Elster]) und die RE5 (Rostock bzw. Stralsund – Berlin – Ludwigsfelde) fahren ab Dezember 2026 stündlich.

    Ein besonderes Highlight ist die Regional-Express-Linie RE3, die künftig stündlich ohne Umstieg zwischen Stralsund, Angermünde, Berlin, Luckenwalde und Lutherstadt Wittenberg verkehrt.

    Modernisierte Fahrzeuge für ein spürbar besseres Reiseerlebnis

    Mit dem Netz Nord-Süd 2 werden die Fahrgäste künftig auch an den Fahrzeugen sehen, dass sich das Angebot weiterentwickelt: Auf den Linien RE4 und RE5 setzt DB Regio redesignte Doppelstockwagen ein. Sie bieten mehr Komfort für die Reise und eine moderne Fahrgastinformation.

    Für die Linie RE3 hat DB Regio zudem zwölf neue doppelstöckige Triebfahrzeuge des Typs KISS bei Stadler bestellt. Sie stehen für den nächsten Entwicklungsschritt im Regionalverkehr auf der Nord-Süd-Achse und werden künftig auf der Strecke der RE3 eingesetzt.

    Mit fünf Wagen und 575 Sitzplätzen schafft der KISS mehr Kapazität gegenüber dem bisherigen Angebot. Gerade auf nachfragestarken Verbindungen bieten die neuen Fahrzeuge damit mehr Platz für Pendlerinnen und Pendler sowie Reisende mit Gepäck.

    Auch bei der Ausstattung setzen die neuen Fahrzeuge Akzente für eine moderne und komfortable Reise: Mobilfunkdurchlässige Scheiben verbessern die Verbindung unterwegs, Steckdosen an jedem Sitzplatz und Flächen zum induktiven Laden sorgen für zusätzliche Flexibilität. Große Monitore zur Fahrgastinformation erleichtern die Orientierung.

    Verbesserte Barrierefreiheit

    Die neuen Stadler-KISS-Fahrzeuge bieten durch unterschiedliche Einstiegshöhen beim Servicewagen einen barrierefreien Ein- und Ausstieg für Rollstuhlnutzende, Reisende mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck. Die mit „A“ und „B“ gekennzeichneten Einstiege sorgen für bessere Voraussetzungen für einen nahezu stufenfreien Einstieg an verschiedenen Bahnsteighöhen im Netz. In Kombination mit den barrierefreien Mehrzweckbereichen und Rollstuhlplätzen erleichtert dies vielen Fahrgästen die selbstbestimmte Nutzung des Nahverkehrs.

    Die Züge verfügen außerdem über:

    2 Rollstuhlplätze
    84 Fahrradstellplätze
    3 Kinderwagenplätze
    4 WC

    Verzögerungen bei Lieferung

    Um die erweiterten Verkehrsleistungen verlässlich anbieten zu können, hat DB Regio ein Ersatzkonzept auf Basis von Bestandsfahrzeugen entwickelt. Auf den Nord-Süd-Relationen kommen fünfteilige Doppelstockzüge mit elektrischen Loks zum Einsatz. Da so Bestandsfahrzeuge vorübergehend für die Linien RE3, RE4 und RE5 eingesetzt werden, fahren auf den Linien RB24 und RB32 übergangsweise Talent-2-Züge (ET 442) mit überwiegend 420 Sitzplätzen pro Fahrt. Dieses Ersatzkonzept sichert den Start des Netzes inklusive der Angebotsausweitungen im Dezember 2026.

    Es kommen im Netz Nord-Süd also auch künftig ausschließlich klimafreundliche, elektrisch angetriebene Züge zum Einsatz – E-Mobilität lebt im Bahnverkehr.

    Alle weiteren wichtigen Informationen finden Sie jederzeit auf der Webseite der Bahn unter: bahn.de/nord-sued, sowie im Faktenblatt der DB.

    Robert Crumbach, Verkehrsminister von Brandenburg: „Ab Dezember 2026 fährt der RE3 stündlich und durchgehend von Stralsund über Prenzlau, Angermünde, Eberswalde und Berlin bis Lutherstadt Wittenberg und Jüterbog. Eine Verbesserung für viele Reisende. Durch die klare Strukturierung des RE3 entsteht erstmals ein stabiler Nord‑Süd‑Stundentakt, von dem viele Regionen profitieren. Auf dem Abschnitt Schwedt – Angermünde übernimmt die RB61, in Angermünde besteht ein gesicherter Anschluss an den RE3 nach Berlin. Für die Linie RE3 sind darüber hinaus die neuen Triebfahrzeuge bereits bestellt, so dass wir hier in naher Zukunft gemeinsam mit der DB Regio und Stadler einen weiteren, entscheidenden Entwicklungsschritt hin zu mehr Komfort und mehr Kapazität machen werden. Auch auf den Express-Linien RE4 und RE5 wird das stündliche Angebot beibehalten und in die Regionen hinein nach Stendal und Jüterbog ausgedehnt.“

    Ute Bonde, Verkehrssenatorin von Berlin: „Zwischen Berlin und Ludwigsfelde fahren künftig drei statt zwei Züge pro Stunde, der RE4 nach Stendal bekommt einen durchgehenden Stundentakt – das ist gerade für Pendlerinnen und Pendler ein spürbarer Fortschritt. Auf dem RE3 sichern wir den Betrieb mit einem Ersatzkonzept, bis die Lieferverzögerungen bei den Neufahrzeugen behoben sind. Wir bauen das Angebot im Nord-Süd-Netz gemeinsam mit Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt konsequent weiter aus und wir haben mit DB Regio einen Partner, der den besten Mix aus Preis und Qualität geboten hat.“

    Ines Jesse, Staatssekretärin Mecklenburg-Vorpommern: „Mit dem Netz Nord-Süd 2 rücken Mecklenburg-Vorpommern und die Metropolregion Berlin-Brandenburg noch enger zusammen. Die bereits mit unserer Mobilitätsoffensive MV neu etablierten Stundentakte sind ein großer Gewinn für die Menschen, die Wirtschaft und den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Neue und von Grund auf modernisierte Fahrzeuge machen das Angebot zusätzlich attraktiv: Moderne Fahrzeuge für eine moderne Mobilität.“

    Sven Haller, Staatssekretär Sachsen-Anhalt: „Der diesjährige Fahrplanwechsel bringt für viele Menschen in Sachsen-Anhalt einen echten Fortschritt. Ab Dezember kommen Fahrgäste aus Stendal, Lutherstadt Wittenberg sowie Linda und Holzdorf stündlich und umsteigefrei nach Berlin. Damit verdoppelt sich für viele das Angebot in die Bundeshauptstadt.“

    Carsten Moll, Vorsitzender von DB Regio Nordost: „Wir freuen uns sehr auf das neue Netz. Die stündlichen Verbindungen auf den Linien RE3, RE4 und RE5 bedeuten für unsere Fahrgäste eine spürbare Angebotsverbesserung und mehr Flexibilität im Alltag. Angesichts der hohen Nachfrage vor allem durch das Deutschlandticket ist der Ausbau des Verkehrsangebots genau die richtige Entscheidung für die Menschen im Nordosten. Zudem freuen wir uns auf die neuen Fahrzeuge, die den Reisekomfort weiter erhöhen werden.“

    Josef Köcher, CEO Stadler Deutschland: „KISS ist ein Zug, der Maßstäbe setzt – modern, leistungsfähig und komfortabel, genau das, was Fahrgäste heute erwarten. Ich bin stolz auf das, was unser Team hier in Berlin auf die Beine gestellt hat, und möchte mich ausdrücklich bei allen Kolleginnen und Kollegen bedanken, die mit enormem Einsatz an diesem Projekt arbeiten. Was mich besonders freut: Schon bald werden Berlinerinnen und Berliner mit genau diesen Fahrzeugen in den Urlaub ans Meer fahren. Das macht uns alle schon jetzt ein bisschen stolz.“

    Christoph Heuing, Geschäftsführer Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg: „Mit dem Start des neuen Netzes Nord-Süd 2 im Dezember 2026 profitieren Fahrgäste von einem deutlich erweiterten Angebot mit über zwei Millionen Zugkilometer mehr als bisher. Gemeinsam mit VMV (Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) und der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA GmbH) realisieren wir mit DB Regio Nordost häufigere und vor allem dichtere Takte, Linienverlängerungen und eine neue Vernetzung von Regional-Express-Linien. Kein Netz im VBB-Land verbindet mehr Bundesländer (4) und Verbünde (3) als dieses. Der VBB begrüßt, dass trotz Lieferverzögerungen bei den Neufahrzeugen von Stadler die Leistungen dank eines soliden Ersatzkonzeptes ansonsten vollumfänglich umgesetzt werden.“

  • Deutsche Bahn startet Generalsanierung der Metropolen-Verbindung zwischen Hamburg und Berlin
    Eine Pressemitteilung der Deutschen Bahn AG 
    Bauteams bündeln alle Arbeiten an Strecke und Bahnhöfen Fern- undGüterzüge fahren auf Umleitungsstrecken α Umfassendes Ersatzangebot für Reisende im Regionalverkehr mit Bussen auf 28 Linien.

    (Berlin, 1. August 2025) Die Deutsche Bahn (DB) beginnt mit der umfassenden Erneuerung und Modernisierung der Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Ulrich Lange, gaben heute Vormittag in Ludwigslust auf einer von rund 130 Baustellenflächen das offizielle Startsignal. In den Abendstunden schaltet das Bauteam die Oberleitungen auf der Strecke ab und die neunmonatige Bauphase beginnt. Züge des Fern- und Güterverkehrs fahren bis 30. April kommenden Jahres auf Umleitungsstrecken. Als Ersatz für Zugverbindungen im Nahverkehr, die während der Bauphase nicht
    angeboten werden können, kommen mehr als 170 Busse zum Einsatz.

    Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO: „Neue Gleise und Weichen, moderne Signal- und Stellwerkstechnik sowie attraktivere Bahnhöfe: Wir machen Deutschlands wichtigste Städte-Direktverbindung zum Stabilitätsanker für einen zuverlässigen Eisenbahnverkehr. Nach der erfolgreichen Generalsanierung der Riedbahn folgt nun die Strecke Hamburg–Berlin. Mit dem Konzept der gebündelten Erneuerung und Modernisierung leisten wir in der Infrastruktur einen wichtigen Beitrag zum Sanierungsprogramm S3, das die Bahn Schritt für Schritt zurück auf Kurs bringen wird. Uns ist bewusst, dass wir Fahrgästen und Unternehmen viel Geduld abverlangen. Aber ich bin überzeugt davon, dass sich dieser Kraftakt für alle auszahlt.“

    Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für
    Verkehr: „Nach dem Pilotprojekt Riedbahn wird die Sanierung der Strecke Hamburg-Berlin zum Gradmesser für das Korridorsanierungskonzept. Bei aller Notwendigkeit der Sanierung des Netzes dürfen wir nie vergessen, für wen wir das Ganze machen: Die Vollsperrung verlangt den Pendlerinnen und Pendlern und auch den Güterverkehrskunden viel ab. Die Erwartungen an einen funktionierenden Ersatz- bzw. Umleitungsverkehr und anschließend weitestgehende Baufreiheit sind daher zu Recht hoch. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir das enorme Baupensum der kommenden Jahre nur erfolgreich abarbeiten und die Schiene insgesamt verbessern können, wenn die Sanierungen nicht zu Lasten des Flächennetzes gehen und wir die Menschen in den betroffenen Regionen nicht im Regen stehen lassen. Wir werden daher in enger Abstimmung mit der Branche und den betroffenen Regionen das Konzept nochmal einmal anpassen, um den Mobilitätsbedürfnissen von Wirtschaft und Bevölkerung auch während der Bauphasen gerecht zu werden.“

    Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des
    Landes Berlin: „Die Bahnstrecke Berlin–Hamburg ist eine der bedeutendsten Strecken Deutschlands, sowohl im Fernverkehr als auch als wichtige Pendlerachse im Stadt-Umland. Gemeinsam mit dem VBB und dem Land Brandenburg haben wir intensiv an der Ausgestaltung des Ersatzverkehrskonzepts in der Hauptstadtregion gearbeitet. So kann bspw. durch die Anbindung der Ersatzbusse an die Lehrter Bahn auf zusätzliche Busse auf den ohnehin stark ausgelasteten Straßen in Berlin verzichtet werden, wodurch Fahrzeitersparnisse erzielt werden sollen. Mit der
    neunmonatigen Totalsperrung der 278 km langen Strecke kommen natürlich trotzdem einschneidende Einschränkungen auf die Fahrgäste zu. Umso mehr erwarte ich, dass nach der Generalsanierung ein deutlich stabilerer Betrieb mit weniger
    Verspätungen Realität wird.“

    Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes
    Brandenburg: „Die Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin ist ein bundesweit bedeutendes Infrastrukturprojekt. Als Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung in Brandenburg begrüßen wir das Ziel, die Betriebsqualität und Zuverlässigkeit dieser zentralen Bahnverbindung zu erhöhen. Die intensive Planung und die enge Abstimmung mit allen beteiligten Ländern und Akteuren waren im Vorfeld ein wichtiger Schritt, um die Auswirkungen des Vorhabens möglichst gering zu halten. Vor diesem Hintergrund bin ich besonders dankbar, dass es uns vor wenigen Tagen gemeinsam gelungen ist, mit einer zusätzlichen Buslinie die Verbindung des Wittenberger Raumes via Stendal mit Berlin herzustellen und die Folgen für Berufspendlerinnen und -pendler etwas abzufedern. Es gilt nun, den
    Betrieb des Schienenersatzverkehrs in der Region insgesamt aufmerksam zu beobachten und nachzujustieren, wo es erforderlich sein sollte.“

    Ines Jesse, Staatssekretärin im Landesministerium für Wirtschaft, Infrastruktur,
    Tourismus und Arbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern: „Die Generalsanierung ist eine Maßnahme des Bundes zur Modernisierung der Schieneninfrastruktur. Die Investition in die Infrastruktur ist notwendig – die Auswirkungen der Baumaßnahmen auf die Menschen und unsere Wirtschaft müssen dabei aber immer im Fokus bleiben. Für die Generalsanierung braucht es also verlässliche Konzepte, bestmögliche Koordination und einen Zeitplan, der
    eingehalten wird: Die Einschränkungen für Pendlerinnen und Pendler und alle anderen Reisenden müssen so gering wie möglich bleiben. Dafür setzt sich Mecklenburg-Vorpommern ein – und dabei muss der Bund seiner Verantwortung
    gerecht werden.“

    Susanne Henckel, Staatssekretärin für Verkehr und Arbeit im Ministerium für
    Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-
    Holstein: „Die Sanierung des Korridors Hamburg–Berlin ist ein zentraler Schritt, um die Qualität und Zuverlässigkeit im Bahnverkehr zu verbessern und die Schiene zukunftsfähig zu machen – im Sinne unserer Fahrgäste, unserer Wirtschaft und unserer Klimaziele. Für den Erfolg des Vorhabens ist es aus unserer Sicht daher entscheidend, dass alle geplanten Verbesserungen nun konsequent umgesetzt werden und der Ersatzverkehr gleichzeitig zuverlässig organisiert und kommuniziert wird.“

    Martin Bill, Staatsrat der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende in
    Hamburg: „Die Bahnverbindung Hamburg–Berlin ist eine echte Erfolgsgeschichte! Es ist heute kaum denkbar, dass es früher Linienflüge zwischen beiden Städten gab. Die Generalsanierung ist ein notwendiger Kraftakt für ein leistungsfähiges und zukunftssicheres Bahnnetz. Dabei haben wir das Konzept des Schienenersatzverkehrs bewusst neu gedacht – mit schnellen Anschlüssen an U- und S-Bahn, und zwar nicht nur am Hauptbahnhof, sondern schon an der Landesgrenze, zum Beispiel in Wandsbek und nahe Glinde. So holen wir für die Reisenden das mögliche Maximum raus.“

    Umfangreiches Baupensum an Infrastruktur und Bahnhöfen
    Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist 278 Kilometer lang, das entspricht etwa dem Vierfachen der Riedbahn zwischen Frankfurt/Main und Mannheim, die die DB im vergangenen Jahr als ersten Korridor gebündelt erneuert
    und modernisiert hatte. Mit täglich rund 470 Zügen des Regional-, Fern- und Güterverkehrs gilt die Strecke Hamburg–Berlin als hochbelastet. Während der neunmonatigen Bauarbeiten erneuert das gemeinwohlorientierte
    Infrastrukturunternehmen der Deutschen Bahn, die DB InfraGO, insgesamt mehr als 165 Kilometer Gleise und fast 250 Weichen. Außerdem wird die sogenannte feste Fahrbahn in den Abschnitten zwischen Wittenberge und Dergenthin sowie zwischen Breddin und Glöwen durch einen Schotteroberbau ersetzt. Sechs neue sogenannte
    Überleitstellen schaffen künftig mehr Stabilität und Flexibilität im Betrieb, da künftig schnellere Züge des Personenverkehrs langsamere Güterzüge überholen können. Zudem erneuert die DB die Leit- und Sicherungstechnik, errichtet sechs neue, moderne Stellwerke und modernisiert 19 weitere. Damit werden Stellwerke und Achszähltechnik für den künftigen Einsatz des europäischen Zugbeeinflussungssystems ETCS vorbereitet. Im Bereich Wohltorf/Aumühle werden darüber hinaus knapp fünf Kilometer Lärmschutzwände saniert und in enger Abstimmung mit den betroffenen Kommunen neugestaltet. Für Pendler:innen werden 28 Bahnhöfe entlang der Strecke modernisiert und
    attraktiver gestaltet. Geplant sind – je nach Station – unter anderem Bahnsteigverlängerungen, Bahnsteigerhöhungen für einen stufenlosen Einstieg in den Zug, längere Bahnsteigdächer und Wegeleitsysteme für Menschen mit
    Sehbeeinträchtigungen. 20 der 28 Bahnhöfe sollen dabei ganzheitlich zu Zukunftsbahnhöfen entwickelt werden – durch neu gestaltete Personenunterführungen, durchgängige Gestaltungskonzepte sowie mehr Sitz- und  Wartemöglichkeiten und bessere Parkmöglichkeiten für Fahrräder. Darüber hinaus nutzt die DB InfraGO die Bauphase, um Funkmasten für den
    künftigen Bahnfunk FRMCS (Future Rail Mobile Communication System) aufzubauen. Die Masten sollen gleichzeitig den öffentlichen Mobilfunknetzbetreibern zugänglich gemacht werden, um langfristig Mobilfunk mit
    Gigabit-Datenraten im Zug anbieten zu können. Zunächst starten die Arbeiten an Gleisen, Weichen und Überleitverbindungen, parallel und anschließend erfolgen die Modernisierungsarbeiten an den Bahnhöfen.
    Danach nimmt die DB InfraGO den Austausch und die Erneuerung der Signal- und
    Stellwerkstechnik vor, um die Anlagen im kommenden Frühjahr nach sorgfältigen Abnahmeprüfungen zum 30. April 2026 wieder in Betrieb zu nehmen.

    Umleitungen im Fern- und Regionalverkehr sowie umfangreiches Busangebot 

    Fernzüge fahren während der Bauarbeiten weiterhin zwischen Hamburg und Berlin.
    Die Verbindung bleibt hinsichtlich Zugdichte, Fahrzeit und Preis attraktiv. Mit bis zu 65 täglichen ICE-Fahrten – davon 36 direkt – bietet die DB Fernverkehr zwischen  den beiden größten Städten Deutschlands durchgehend ein verlässliches Angebot: stündlich mit umsteigefreien Direktverbindungen, meist als lange ICE 4-Züge für bis
    zu 830 Reisende.
    Wie bei vorherigen Baumaßnahmen, fahren die Direktzüge über Uelzen und Stendal.
    Die Fahrzeit zwischen Hamburg und Berlin verlängert sich um ca. 45 Minuten. Die Fernzüge halten auch in Salzwedel und Stendal und meist stündlich wechselnd zusätzlich in Lüneburg bzw. Uelzen. Zwischen Wittenberge bzw. Ludwigslust und
    Hamburg verkehren zum Start der Generalsanierung direkte Ersatzbusse (IC-Busse). Als Ersatz für Zugverbindungen im Nahverkehr, die wegen der Bauarbeiten nicht angeboten werden können, werden in Spitzenzeiten entlang der gesamten Strecke Hamburg–Berlin über 170 Busse zum Einsatz kommen. Diese verkehren auf
    insgesamt 28 Linien und legen täglich bis zu 86.000 Kilometer zurück. Die Nahverkehrslinien wurden gemeinsam mit den zuständigen Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen umgeplant, um beispielsweise weiterhin direkte Fahrten
    zwischen Schwerin und Berlin (RE 85) oder Züge mit höherer Sitzplatzkapazität anbieten zu können, wie zwischen Lübeck und Bad Kleinen (RE 2).
    Güterzüge zwischen Hamburg und Berlin werden zum Teil ebenfalls über Uelzen und Stendal umgeleitet. Weiterhin sind jedoch auch Umleitungen über Rotenburg (Wümme) und Verden (Aller) vorgesehen. Diese werden im weiteren Fahrtverlauf über Hannover und Magdeburg in Richtung Berlin geleitet. Güterzüge aus Richtung
    Rostock können über Neustrelitz in Richtung Berlin geführt werden. Die Erreichbarkeit der deutschen Seehäfen für Güterverkehre auf der Schiene ist somit auch während der Bauarbeiten gewährleistet. Für die betroffenen Unternehmen mit Gleisanschluss wurden individuelle Lösungen erarbeitet. Die Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin ist ein zentraler Baustein des Sanierungsprogramms S3, mit dem die Deutsche Bahn in den nächsten drei Jahren
    die Sanierung der Infrastruktur, des Betriebs und der Wirtschaftlichkeit vorantreibt, um die Qualität der Eisenbahn in Deutschland substanziell zu verbessern. Mit der Riedbahn, der Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim, hat die Deutsche Bahn die erste Generalsanierung im Dezember 2024 erfolgreich abgeschlossen. Seitdem haben sich die infrastrukturbedingten Störungen dort um mehr als 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Pünktlichkeit im Regional- und Fernverkehr verbesserte sich spürbar.

    Copyright: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

  • Deutschlandticket: Neuer Preis für Azubis und Senioren

    Presemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit

    Auch im kommenden Jahr unterstützt das Land Auszubildende und Rentnerinnen und Rentner in Mecklenburg-Vorpommern mit vergünstigten Deutschland-Tickets. „Wir halten trotz der komplizierten Haushaltslage an der Unterstützung von 20 Euro pro Ticket fest. Die reduzierten Tickets sind ein Erfolgsmodell und das muss es auch bleiben.“ Das hat Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit im Anschluss an die heutige Kabinettssitzung gesagt. Der Preis der rabattierten Tickets für Auszubildende und Senioren steigt damit von derzeit 29 Euro zum 01. Januar 2025 auf 38 Euro.

    Reinhard Meyer: „38 Euro, das ist ein Kompromiss zwischen den Zwängen aus einer schwierigen Haushaltslage und dem dringenden Wunsch, die reduzierten Tickets auch weiterhin zu einem attraktiven Preis anbieten zu können und unsere Azubis und Senioren konkret zu unterstützen. Eine Mehrbelastung von 9 Euro pro Monat geht für viele an die Schmerzgrenze, ist aber in der Gesamtbewertung und mit Blick auf die gestiegenen Kosten im Öffentlichen Nahverkehr ein vertretbarer Schritt. Die Unterstützung durch das Land von 20 Euro pro Ticket bleibt – das ist auch ein Zeichen der Verlässlichkeit.“

    Vor diesem Hintergrund betonte der Minister erneut den politischen Willen, den Preis für das Deutschland-Ticket stabil zu halten. „Mit Blick auf unsere Mobilitätsoffensive für Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere für den ländlichen Raum, brauchen wir zwei Dinge: Ein verbessertes Angebot und verlässliche Preise.“

    Daniel Bischof, Geschäftsführer der VMV Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH ergänzt: „Mit 38 Euro pro Monat bleiben die Deutschlandtickets für Senioren und Seniorinnen und Auszubildende aus Mecklenburg-Vorpommern preislich sehr attraktiv. Mit der Gültigkeit im Rufbus MV und Regiobus MV sowie im gesamten Nahverkehr deutschlandweit bleiben die Ticketangebote ein wichtiger Bestandteil der Mobilitätoffensive des Landes.“

    Vorangegangen war eine Entscheidung der Verkehrsministerkonferenz der Länder am 23. September, wonach der Preis des Deutschlandtickets mit dem Jahreswechsel von derzeit 49 auf 58 Euro angehoben wird. Mecklenburg-Vorpommern hatte dieser Entscheidung als einem von zwei Ländern nicht zugestimmt.

    Die rabattierten Deutschlandtickets wurden zuletzt monatlich von insgesamt rund 50.000 Auszubildenden und Rentnerinnen und Rentnern in Mecklenburg-Vorpommern genutzt.

  • Die Zukunft fährt elektrisch: Land fördert Antriebswende auf der Schiene

    Offizieller Start für die nächste Ausbaustufe im Verkehrsvertrag Westmecklenburg II – Land fördert zentrale Infrastrukturmaßnahme in Parchim

    Parchim, 14. Juli 2025 – Im Rahmen einer feierlichen Sonderfahrt von Schwerin nach Parchim haben heute das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, die VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, die ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH und die ODIG – Ostdeutsche Instandhaltungsgesellschaft mbh* den offiziellen Startschuss für die bevorstehende Betriebsaufnahme im Verkehrsvertrag „Westmecklenburg II“ (WMB II) gegeben.

    Investition in moderne Mobilität und Infrastruktur

    Einen besonderen Höhepunkt bildete die feierliche Übergabe des Zuwendungsbescheids in Höhe von 11.111.767,90 Euro durch Staatssekretärin Ines Jesse (Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit M-V) und Daniel Bischof (Geschäftsführer der VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH) an die Geschäftsführung der ODEG und ODIG*. Die Mittel sind für die umfassende Erweiterung der ODIG-Instandhaltungswerkstatt in Parchim bestimmt – ein entscheidender Schritt zur Sicherstellung des künftigen Einsatzes der neuen batterieelektrischen Triebzüge vom Typ Stadler FLIRT Akku (engl.: Battery Electric Multiple Unit, kurz: BEMU).

    *ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der ODEG

    Staatssekretärin Ines Jesse: „Mit der Förderung einer modernen Instandhaltungswerkstatt setzen wir einen wichtigen Impuls für die leistungsfähige und zukunftsfeste Mobilität in Mecklenburg-Vorpommern. Ab Dezember 2027 ist der schrittweise Einsatz emissionsfreier batterieelektrischer Züge vorgesehen. Damit diese Fahrzeuge zuverlässig gewartet werden können, investieren wir schon heute in den Ausbau des Standorts in Parchim sowie in zusätzliche Gleisanlagen und Abstellflächen. Mit der modernen und erweiterten Werkstatt werden zukunftsfeste Arbeitsplätze in der Region erhalten und geschaffen.“

    Daniel Bischof, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern: „Wir setzen mit der Förderung unsere Strategie zur Antriebswende konsequent fort- für eine hohe Qualität im SPNV und künftig auch Stundentakten am Wochenende auf den Linien RB13 und RB14. Die Menschen in der Region profitieren künftig von modernen Fahrzeugen und einem attraktiven Mobilitätsangebot – dafür stellen wir heute die Weichen.“

    Die Instandhaltungswerkstatt der ODIG in Parchim – Gründungsstandort der ODEG im Jahr 2002 – wird für die Anforderungen der neuen elektrobetriebenen Fahrzeugflotte umfassend ausgebaut. Geplant sind unter anderem der Neubau einer Werkstatthalle mit multifunktionalem Instandhaltungsgleis, der Anbau zusätzlicher Lagerflächen, eine neue Waschhalle für längere Triebfahrzeuge, eine WC-Ver- und Entsorgungsanlage sowie einer modernen Ladeinfrastruktur zur gleichzeitigen Schnellladung mehrerer Akkutriebzüge.

    Das Planungs- und Genehmigungsverfahren für den Bauprozess ist bereits in vollem Gange. Bis erste Bagger rollen können, braucht es allerdings noch Geduld, da noch Prüfungen, Genehmigungen und Abstimmungen erforderlich sind – ein Prozess, der Sorgfalt und Zeit verlangt. Der Ausbau stärkt nicht nur die Infrastruktur für den zukünftigen Betrieb, sondern schafft und sichert langfristig qualifizierte Arbeitsplätze in der Region.

    Lars Gehrke, Geschäftsführer der ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn: „Parchim ist unser Gründungsort und bleibt unser Zukunftsort. Mit dem Werkstattausbau und dem Einstieg in die batterieelektrische Zugflotte mit adäquater Instandhaltung stärken wir nicht nur den Standort, sondern gestalten aktiv die Verkehrswende mit. Dass wir diesen Weg jetzt so konsequent gehen können, verdanken wir dem klaren verkehrspolitischen Kurs des Landes und der verlässlichen Partnerschaft mit der VMV – die erneut ihr Vertrauen für 15 Jahre in uns setzen.“

    Johanna Nöthling, Geschäftsführerin der ODIG – Ostdeutsche Instandhaltungsgesellschaft mbH: „Die Werkstatterweiterung in Parchim ist ein großer Meilenstein. Hier entsteht eine zukunftsfähige Infrastruktur, die den reibungslosen Betrieb der neuen Fahrzeugflotte gewährleistet und eine effiziente Instandhaltung sicherstellt.“

     Im Dezember 2024 erhielt die ODEG den Zuschlag für den neuen Verkehrsvertrag Westmecklenburg II, der bis Dezember 2040 läuft. Der Betrieb startet im Dezember 2025 zunächst mit zwölf modernisierten Dieseltriebwagen vom Typ RegioShuttle, die technisch und optisch aufgewertet wurden und bis zur Inbetriebnahme der neuen Flotte das Rückgrat des Betriebs in Westmecklenburg bilden.

    Ab Dezember 2027 werden diese schrittweise durch vierzehn batterieelektrische Triebzüge vom Typ Stadler FLIRT Akku ersetzt. Diese Fahrzeuge ermöglichen einen lokal emissionsfreien Betrieb auf nicht elektrifizierten Strecken, indem sie unter Oberleitung elektrisch fahren und dabei ihre Batterien laden – auf nicht elektrifizierten Abschnitten erfolgt der Betrieb batteriebasiert. Sie bieten 98 Sitzplätze, großzügige Mehrzweckbereiche, WLAN und ein barrierefreies Fahrgastkonzept.

    Die Beschaffung der Fahrzeuge wird im Rahmen der Förderrichtlinie zur Förderung alternativer Antriebe im Schienenverkehr vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert. Die Mittel stammen aus dem Deutschen Aufbau- und Resilienzplan (DARP) und werden über die europäische Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Die Umsetzung erfolgt durch die NOW GmbH in Zusammenarbeit mit dem Projektträger Jülich (PtJ).

    Die heutige Sonderfahrt mit einem leihweise bereitgestellten Stadler FLIRT Akku-Zug bot den Gästen exklusive Einblicke in die neue Fahrzeuggeneration. In der ODIG-Werkstatt in Parchim wurden die geplanten Bauprojekte präsentiert – darunter auch ein frisch lackierter RegioShuttle.

    Die Veranstaltung markierte damit nicht nur den Startschuss für den künftigen BEMU-Betrieb, sondern auch ein starkes Bekenntnis zu klimafreundlicher Mobilität in Mecklenburg-Vorpommern.

    Fakten zum neuen Verkehrsvertrag und den Fahrzeugen

    • Laufzeit: 15 Jahre (Dezember 2025 bis Dezember 2040)
    • Linien: RB13 Rehna – Schwerin – Parchim, RB14 Parchim – Hagenow Stadt (Option bis Zarrentin), RB15 Waren (Müritz) – Inselstadt Malchow und RB19 Parchim – Plau am See, jährlicher Saisonverkehr auf der mecklenburgischen Südbahn von Malchow bzw. Parchim nach Plau am See
    • Fahrzeuge ab Dezember 2025: 12 modernisierte Dieseltriebzüge vom Typ Regioshuttle
    • Umstellung der Zugflotte ab Dezember 2027: 14 neue batterieelektrische Züge vom Typ Stadler FLIRT Akku
    • Technische Details: Höchstgeschwindigkeit 140 km/h, Batteriebetrieb und Oberleitungsmodus, Außendesign in Landesfarben
    • Investitionen in Parchim: 11 Millionen Euro für die Werkstattumstellung auf BEMU, zusätzliche Investitionen in Gleisanlagen und Ladeinfrastruktur
    • Werkstattausbau: Neubau einer Werkstatthalle (60,5 m x 13 m) mit Grube, Dacharbeitsstand und Batterieladeraum, zwei Schnell-Ladestationen, sechs Ladeplätze in der Abstellung, Erweiterung der Waschanlage und Verwaltungstrakte

    Weitere Informationen zum Verkehrsvertrag Westmecklenburg II sowie zum Einsatz der neuen Batteriezüge finden Sie auf unserer Projektseite unter: odeg.de/westmecklenburg

     Hintergrundinformationen zur ODEG

    Mit Gründung der ODEG im Jahr 2002 beginnt eine der erfolgreichsten Geschichten der deutschen Eisenbahn. Als Tochterunternehmen der BeNEX und der Prignitzer Eisenbahn GmbH entwickelt sich die ODEG bis heute zur größten privaten Eisenbahn im Osten Deutschlands. Die Regionalbahn betreibt im Auftrag der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt insgesamt 17 Linien. Dabei nutzt die ODEG gegen Entgelt die Infrastruktur der DB InfraGO AG. Zur Fahrzeugflotte, bestehend aus 86 Triebzügen, gehören aktuell 29 Desiro HC, 16 KISS, 7 Desiro ML, 6 Desiro Classic, 8 LINT 54, 14 RegioShuttle RS1 und 6 Stadler GTW. Die Instandhaltung der Fahrzeuge erfolgt über die 100-prozentige Tochter, die ODIG – Ostdeutsche Instandhaltungsgesellschaft mbH. Mehr Informationen über das Unternehmen unter odeg.de

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